Neue Einzelcombis in den Korg Kronos laden

Hallo zusammen, heute möchte ich euch schreiben, wie ihr neue Einzelcombis in den Korg Kronos bekommt. Leider ist das bei Korg nicht so ganz glücklich gelöst finde ich. Damit das ganze etwas leichter zu verstehen ist, fange ich mal mit ein paar grundlegenden Dingen an, die man von anderen Herstellern teilweise anders kennen könnte.

Das Hauptproblem bei Korg ist, dass die Referenzierung der einzelnen Bestandteile starr ist. Das bedeutet, wenn ich eine Combi lade, hat diese Combi die Programmreferenzen, die man gespeichert hat. Dabei ist es egal, ob es sich um Interne- oder Userprogramms handelt, die man nutzt. Verweist das Timbre auf I-A015, dann wird auch genau die Programmnummer gespielt. Da fängt das Problem an: Der wechsel zum Kronos 2 ab 2015 hat eine etwas andere Soundsortierung und andere Presetprogramme mit sich gebracht. Da funktioniert das ganze schon nicht ohne weiteres.
Oder aber, man nutzt eigene erstellte Sounds, dann hat man auf den unterschiedlichen Plätzen natürlich pro User.
Das alles interessiert die Combi aber nicht. Die kennt nur: I-A015 und nicht ob da ein Piano, eine Orgel, ein Streicher oder sonst was liegt.

Einzelcombis in den Korg Kronos
Disk Mode

Leider ist es nun auch so, dass der Kronos nicht in der Lage ist zu verstehen: Lad mir die Combi, leg mir die Programme irgendwohin wo Platz ist und setz die Referenzen neu. Wäre ja auch zu einfach. Was ich von Kurzweil als selbstverständlich gewohnt bin, erweist sich an dieser Stelle tatsächlich als purer Luxus.

Wenn man also ohne externe Geräte oder Software neue Combis in den Kronos laden möchte muss man sehr strukturiert vorgehen oder alle Programms von Hand neu zuweisen. Kann man machen, ist aber beides sehr mühselig und erfordert eine ordentliche Planung.

Begonnen wird natürlich damit, dass ihr in den “Disk” Modus wechselt.

Hier seit ihr direkt im richtigen Reiter “Load”. Unter “Drive Select” könnt ihr das Speichermedium auswählen. Ich habe hier die normale SSD, eine zusätzlich eingebaute und einen Stick der hier Forte heißt. Diesen wähle ich auch aus, da sich dort meine .pcg Datei befindet: “thsend.PCG”.

Wenn man nun auf “Open” geht, kann man in die Dateitiefen kommen und gucken, was alles in dieser Datei gespeichert ist.
Hier sieht man als erstes weitere Ordner, die einem namentlich bekannt vorkommen. Programms, Combinations und so weiter.

Laden der kompletten .PCG

Was man nicht einfach unüberlegt machen sollte ist: “Load”, denn dann nimmt der Kronos im schlimmsten Fall die ganze .PCG Datei und läd sie ins System. Hier nutzt er alles, was in der Datei angegeben ist und überschreibt hemmungslos die Daten die schon da sind, wenn man nicht genau aufpasst.
Hier kann man allerdings auch nur eine Bank laden, was deutlich mehr Sinn machen würde, wenn man nur ein paar Sounds laden möchte. Dazu sollte man sich vorher schon eine Bank freigeräumt haben, die man für diese Aktion benutzt. In jedem Fall wichtig: Lesen, was der Kronos von einem will.

In unserem Fall geht es aber darum, nur bestimmte Combinations zu nutzen. Also klicken wir uns durch “Open” bis in die Combis durch. Dabei ist es natürlich sinnvoll, wenn man ungefähr weiß, wo die Combination liegt, die man laden möchte. Da ich die .PCG Datei selbst erstellt habe, weiß ich natürlich, dass die gewünschte Combi in der ersten User Bank liegt, U-A000 Angels.

Einzelcombis in den Korg Kronos
Angels laden
Einzelcombis in den Korg Kronos

Wählt man nun eine Combination aus und klickt auf Load, wird man freundlich gefragt, wo man diese denn hin speichern möchte. Da nimmt man am besten einen freien Platz 🙂 Ich nehme jetzt mal “U-G04”, weil der bei mir frei ist. Schöne Sache, bringt allerdings nicht viel, denn die Programms, auf die sich diese Combination bezieht, hat er leider nicht mitgenommen. Wenn man Presetsounds genutzt hat, kann man natürlich Glück haben, dass es passt, aber meistens wird das nicht der Fall sein. Die Kombination verweist auf Sounds, die schon da sind, oder im zweitbesten Fall auf eine oder zwei leere Bänke. Meine .PCG verweist auf zwei leere Bänke recht weit hinten. Hier kann ich bequem die kompletten Programm Bänke laden, wie ich die Combination geladen habe.

Ist dies nicht der Fall, muss man “einfach” die benötigten Programms laden und ihnen Plätze zuweisen, die frei sind, auch wenn die Combi nicht dahin verweist. Im nächsten Schritt muss man dann die Programms in der Combi neu zuweisen. Da alle anderen Einstellungen erhalten bleiben, ist das zwar mühselig, aber auch noch ihm Rahmen.
Um die Zuweisung sauber hinzubekommen, sollte man enteweder ein Bild der Combi haben, in der man die Namen erkennt, oder geht wie folgt vor:

Im Combination Mode geht man auf die neu geladene Combination und schaut, welches Timbre zu welchem Programmplatz verweist. Aufschreiben oder ein Foto hilft!
Dann geht man in den Disk Modus und dort in die Programmer. Jetzt kann man die Programms, entsprechende dem vorher notiertem nehnen und an einen neuen Ort kopieren. Den schreibt man sich am besten direkt hinter den alten.

Geht man jetzt wieder in den Combination Modus, verweißt man auf die neuen Sounds!

So können wir Einzelcombis in den Korg Kronos laden.

Noch einfacher geht das ganze mit dem Programm: PCG-Tool. Einfach google bemühen. Hier kann man zwei .PCG Dateien laden und dann von einer in die andere kopieren, ohne das die Referenten verloren gehen. So kann man Fremdsounds ganz einfach in seine eigenen integrieren. Schade, dass Korg das nicht direkt implementiert hat.

Solltet Ihr noch weitere Fragen haben, wie ihr Einzelcombis in den Korg Kronos bekommt, meldet euch einfach!

Hier findet Ihr ein paar Beispiele meiner Combis!

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