Einbaubett: Bett im Dacia Dokker oder auch andere

Hallo zusammen,

heute gibt es mal etwas ganz anderes zu lesen. Wir wollen ein Bett im Dacia Dokker haben zum gelegentlich campen, ausruhen am Strand oder einfach für die Mittagspause. Getreu dem Motto: Selbst ist der Mann haben wir das ganze ohne “Fachkräfte” durchgeführt. Dementsprechend spannend war es und natürlich haben wir wieder einiges gelernt.

Aber fangen wir doch vorne an!

Die Planung

Da wir das ganze schon einmal für einen Nissan NV200 gemacht haben (allerdings mit Fachkraft), wussten wir diesmal schon einigermaßen, was wir wieder haben wollen und was eigentlich überflüssig gewesen ist.

Bett im Dacia Dokker
Die Skizze

Es hat mehrere Abende, inklusive diverser “A-Team” und “Ein Colt für alle Fälle” Folgen gebraucht um dann wirklich ein Ergebnis zu finden und es auf Papier zu bringen. Wie sinnvoll solche “Anleitungen” für nicht beteiligte Personen sind, kann jeder selbst entscheiden!

Nach der Planung braucht man auf jeden Fall erst einmal eins: Zeit!! Da man davon fast nie ausreichend hat, haben wir uns einen Brückentag (wir haben da glücklicherweise frei) genommen um das ganze anzugehen. Glücklicherweise spielte das Wetter an diesem Tag auch noch mit. Sonnenschein pur.
Die Grundmaße werden 180cm x 90cm sein. Das ganze kann dann durchaus auch in andere Fahrzeuge verbaut werden und da natürlich auch länger bei bedarf und vorhandenem Platz.

Auf gehts

Treffpunkt: 09:30 Uhr vor der Drive In Arena am hiesigen Bauhaus. Das fing dann schon gut an: Ein netter Mitbürger blockiert den Eingang um ein Arbeitsgerät, dass für Ihn eigentlich zu schwer und für sein  Auto eigentlich viel zu groß war, in eben genau dieses Fahrzeug zu laden. Auch wenn es Spaß macht, anderen bei aussichtslosen Unterfangen zuzuschauen… irgendwann nervt es dann doch. Also die ersten 10 Minuten mit warten verbracht. Klingt komisch, wird aber im Verlauf noch ein interessantes Detail.

Bett im Dacia Dokker
Der Zuschnitt

Material suchen: Eigentlich einfach, war ja alles geplant… Preise verglichen und festgestellt: Gehobelt, wie wir es uns wünschen, haben die nur Douglasie im “Angebot”. Ist natürlich nicht ganz günstig, aber was willste machen? Also zur Info gegangen und einen Mitarbeiter für die Säge bestellt, denn eine ordentliche Kreissäge haben wir noch nicht in unserem Fundus und mit der Stichsäge, ist das nicht wirklich cool.

Da sind dann die nächsten 20 Minuten drauf gegangen. Effektiv also schon 30 Minuten “Pause” gehabt. Für einen Arbeitsreichen Tag ist das schon eine gute Ausbeute, oder nicht? Also, was bekommen wir alles von dem netten Mann an der Säge?

4x180cm, 4x76cm, 6×21 cm Douglasie nehmen wir aus der Drive In Arena mit. Danach geht es ab in den Laden, in die Eisenwaren (Tim lässt grüßen) Abteilung. Hier besorgen wir Schrauben und Winkel um später alles zu montieren. An der Kasse kommt dann die nächste Wartezeit. Scheinbar haben noch mehr Leute an diesem Brückentag frei und keine anderen Hobbys als das Bauhaus.

Dann gehts ab zur Baustelle und alles was später ins Auto kommt und schon vorhanden ist, kommt dazu. So können wir testen, ob alles passt wie wir das geplant haben.

Als erstes bauen wir die beiden Seitenteile auf. Wichtig dabei ist, sich darüber Gedanken zu machen, dass die Winkel von zwei Seiten angeschraubt werden müssen. Da unser Akkuschrauber nicht der kleinste auf dem Markt ist, müssen wir also erst die Winkel am oberen Balken anschrauben, da wir dort später sonst nicht dran kommen werden, denn die Gesamthöhe ist einfach zu gering.

Nachdem das erledigt ist, werden die beiden Seiten zusammengeschraubt. Jetzt sieht das ganze doch schon etwa so aus, als ob es mal eine Bettkonstruktion werden könnte.

Nun wird das Rolllattenrost oben festgeschraubt. Beim Lattenrost handelt es sich um ein 190cm Lattenrost. Das heißt, es ist etwas zu lang für unsere Konstruktion. Wenn das Fahrzeug später da ist, werden wir da eine Klappe anbauen, die hochgeklappt werden kann, wenn der Fahrersitz nach vorne geschoben wird. Es ist eben ein Minicamper, indem man schon etwas auf den Platz achten muss. Aber das bekommen wir dann schon hin.

Bevor wir uns um die Türen für unten drunter kümmern, machen wir mal den ersten Matratzen Test. Unser Bett für den Dacia Dokker ist schon fast fertig und wir sind sehr zufrieden mit uns. Immerhin haben wir das alles ohne handwerkliche Ausbildung gebaut!
Wo wir uns noch nicht ganz einig sind: Wie wir den Unterbau verschließen. Im NV200 war eine Klappe eingebaut. Das war schon ganz gut, hat aus meiner Sicht aber immer den Nachteil gehabt, das man die Klappe immer wieder zu machen musste um nichts kaputt zu machen, denn offen war die meist im Weg. Also bringe ich mal mutig die Idee von Schiebetüren ins Spiel. Natürlich ohne eine Ahnung zu haben, wie man das am besten umsetzt.

Google bringt uns nur zum Teil weiter. Also überlegen wir uns: Nochmal ins Bauhaus und dann wird uns schon was einfallen. Gesagt getan: Im Bauhaus finden wir ein paar L-Profile, mit denen wir unser Vorhaben realisieren können. Platten für die Türen bekommen wir dort auch und lassen diese direkt auf Maß schneiden. Wieder mal 40 Minuten anstehen und warten. Alles in allem haben wir locker 120 Minuten nur damit verbracht auf Mitarbeiter zu warten und in Schlangen zu stehen. Für einen 8 Stunden Arbeitstag und einen Selbständigen, wäre das schon viel unproduktive Zeit.

Dann geht es wieder ab zur Baustelle und wir montieren die Teile so wie wir uns das gedacht haben! Sieht gut aus und funktioniert bestens. Unser Bett für den Dacia Dokker ist fertig.

Das ganze wirkt nicht nur sehr massiv, dass ganze ist auch sehr massiv. Um die Bauhöhe noch zu verbringen, gehen wir im Kopf schon Änderungsideen durch. Das folgt demnächst, dann aber mit fachkundiger Hilfe! Und zwar: HIER!

Bei fragen, einfach fragen!

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