Kurzweil PC3 Workstation

Hallo zusammen,

heute möchte ich über die Kurzweil PC3 Workstation schreiben. Das Review ist schon etwas älter und war auch schon auf meiner alten Seite zu finden. Da ich aber mittlerweile noch einige andere Geräte besessen habe, aktualisiere ich das ganze heute und ziehe auch ein paar Vergleiche zum K2661, den ich vorher hatte um zum Forte, der sich aktuell in meinem Besitz findet.

Kurzweil PC3

 

 

 

Technisches Kurzweil PC3

Hersteller

www.Kurzweil.com

Preis Neu:

Nur noch gebraucht zu bekommen. Je nach Variante ab ca. 650€

Maße und Gewicht 

PC3X:  138,00 x 35,50 x 11,00 cm, (BxTxH); 24,50 kg PC3X
PC3:121,29 x 35,50 x 11,00 cm 16,94 kg PC3
100,00 x 35,50 x 12,30 cm 14,00 kg PC361

Tasten

88 Tasten mit Hammermechanik

Display

  • 2 x 16 Zeichen LCD mit Hintergrundbeleuchtung

Controller

  • mehrere Knöpfe
  • 9 Slider
  • Pitch Wheel
  • Modulations Wheel
  • Optional Ribbon Controller

Sound

  • 850 Preset Sounds
  • 128 Preset Setups

Anschlüsse

  • Stereo Master Output
  • 1x Stereo Aux Out
  • Stereo Kopfhörer
  • S/PDIF, Stereo, 24-bit, 44.1, 48, 88.2, 96, 176.4, 192- kHz
  • 3x Fußschalter
  • 2x Expression
  • Breath Controller
  • Midi Trio (Thr. Auch als zweiter Out nutzbar)
  • Ribbon Controller
  • USB (Nur Midi)
  • xD card Slot

Mitgeliefertes Zubehör

Netzkabel, Sustain Pedal

Erweiterungen:

  • Slots für Romerweiterungen 64 und 128 MB

Soundqualität

Zum Sound kann man bei dem Gerät eine Menge schreiben. Eigentlich kann er alles, was man so im täglichen Bandleben braucht. Vom Klavier, über Streicher, über Bläser bis hin zu Analogen Synthsounds ist alles drin.

Die Grundsamples sind meiner Ansicht nach mit das Beste, was es in einem Hardwaregerät gibt auch wenn einige schon etwas älter sind. Da scheiden sich aber die Geister. Ähnliches habe ich schon zum K2661 geschrieben.

Es gibt an die 1000 Presets, wenn man die Setups mit dazu zählt. Gerade bei den Streichern und Orchestersounds ist die Auswahl sehr groß. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass sich einige Presets nur in „Kleinigkeiten“ ändern, die aber schon eine Menge ausmachen können, wenn man genau das sucht.

Aber auch alle anderen Soundkategorien werden ausreichend abgedeckt.

Aber der Kurzweil ist ja nicht nur eine Presetschleuder, sondern bietet reichlich Möglichkeiten der Soundprogrammierung.

V.A.S.T. Dies ist eine sehr komplexe Tonerzeugung, die keine Wünsche offen lässt. Man muss sich allerdings damit beschäftigen, um etwas Brauchbares herauszubekommen. Übernommen wurde diese Technik aus der alten K Workstation Serie. Bisher war die PC Reihe wirklich nur ein Performance Controller Keyboard, mit Presets und sehr geringen Eingriffsmöglichkeiten.

Mit der neuen PC3 Reihe ändert sich das und man bekommt bis auf das Sampling, weitestgehend die Möglichkeiten, die man von der K Serie her kennt. Dazu gibt es aber im Internet genug Seiten, die da näher drauf eingehen, deswegen spare ich mir das jetzt mal.

Es gibt insgesamt 16 insert Effekte, so das im Normalfall immer ausreichen Effektpower vorhanden sein sollte. Allerdings gibt es auch Presets, die sehr spendabel mit den Effekten umgehen. Andere Effekte kann aber auch aus der Effektkette entfernen, ohne das es negative Auswirkungen gibt.

Ein weiterer Leckerbissen ist der KB3 Mode. Hierbei handelt sich um eine Hammond B3 Emulation, die schon in der K Serie vorhanden war. Allerdings hat sich die Qualität noch einmal deutlich nach vorne entwickelt. Bei den ersten Softwareversionen konnte man noch ordentlich Kritik am Leslie üben. Bei den aktuellen Versionen jenseits 2.0 gibt es für mich aber nichts mehr zu meckern.
Aus meiner Sicht ist der Forte da auch nicht wesentlich weiter. Im Vergleich zu Nord oder der HX3 fällt er aber etwas ab.

Außerdem wurde die Entwicklung des VA1 Synths mit eingebracht. Einiges von diesem ist hier auch zu finden. Über Synthsounds kann man sich also nicht beklagen. Hier könnte man jetzt Seiten über die Möglichkeiten schreiben, was aber wenig Sinn hätte.

„Es geht!“, sollte reichen. Kurzweil bietet auf ihren Seiten die Möglichkeit an, das Handbuch runter zu laden, mit dessen Hilfe man sich eine sehr gute Übersicht verschaffen kann.

Zusätzlich lassen sich noch Rom Boards nachrüsten womit der Interne Sampleromspeicher noch mal aufgewertet wird. Hier gibt es  zwei Romplätze, eins für 64 MB und eins für 128 MB. Als einziges Board gibt es allerdings nur das Kore64 (MB) Board, welches ich selber leider nicht besessen habe. Einige der Samples und Sounds habe ich jetzt im Forte und würde mir daher das Urteil erlauben, dass da viele gute bis sehr gute Sounds bei sind.

Zusätzlich gibt es das erweiterte Modell PC3K, bei dem ein 128 MB Flash Rom Modul eingebaut ist. Ich gehe also davon aus, dass maximal der 64 MB Port beim PC3 belegt wird, damit beide Serien „gleich“ ausgerüstet sind. Ein nachrüsten des Flash Speichers beim „normalen“ PC3 ist nicht möglich.

Tastatur

Die leichtgewichtete 76er Tastatur ist ein guter Kompromiss und lässt sich prima spielen. Die Klaviersounds lassen sich sehr gut und dynamisch nutzen, auch wenn man keine Hammermechanik vorfindet.
Dafür lassen sich die Orgel und Synth Sounds ebenfalls sehr gut und schnell spielen. Allerdings sollte man diese Tastatur unbedingt probe spielen. Vor einigen Jahren habe ich diese im K2600 angespielt und war nicht so begeistert.
Aber: Alles ist eine Frage der Gewöhnung muss ich jetzt sagen.

Bedienung

Das Display ist nicht das größte, bietet aber genug Platz um eine ordentliche Bedienung zu ermöglichen. Das ganze System ist auch recht logisch aufgebaut, allerdings, wie oben schon erwähnt sehr komplex. Über die „Softbuttons“ unter dem Display lässt sich das ganze auch sehr gut handhaben.
Das ganze kennt man schon von der K-Serie. Hier gibt es eigentlich keinen Unterschied. Im Forte ist das Display etwas größer, was nett ist, aber aus meiner Sicht keinen entscheidenden Vorteil bietet.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, über Midi oder USB mit einem Editor am PC zu kommunizieren. Dieser vereinfacht die Bearbeitung noch ein mal deutlich, ist aber nicht wirklich ausgereift. Das gleiche gilt leider auch beim Forte.

Positive und Negative Aspekte

Positive:

+ komplexe Soundgestaltung
+ Masterkeyboardfunktionen
+ Viel Speicher für User Sounds
+ Controllersounds

Negativ:

– xD Karten (Selten)

Fazit

Insgesamt ist es ein sehr komplexes Gerät, welches viele Möglichkeiten bietet. Im Setup Modus können bis zu 16 Zonen belegt werden. Jede mit eigenen Controllmöglichkeiten. Es bleiben eigentlich keine Wünsche offen.

Für jemanden, der gerne mal was Neues ausprobieren möchte und sich beim schrauben ein wenig auskennt, ist das Gerät sicherlich zu empfehlen.

Allerdings finde ich, dass der K2661 anders und für ich sogar besser klang. Der Forte geht wieder einen Schritt in die Richtung, aber wenn ich mir einen aussuchen könnte, würde ich wieder einen K2661 haben wollen.

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