Zakynthos, endlich wieder Urlaub, Teil 1

Dieses Jahr begnügen wir uns mit einer etwas “normaleren” Reise: Griechenland, genauer Zakynthos. Strand-, Pool- und Besichtigungsurlaub. So der Plan.

Gebucht haben wir im Reisebüro, mit Halbpension, Mietwagen und Flügen, also ein Rundumsorglospaket im Vergleich zu den letzten Urlauben.
Leider geht der Flug am Sonntagmorgen um 7 Uhr ab Düsseldorf… was für uns heißen würde: 3:30 Uhr aufstehen, damit wir sicher um kurz nach 5 Uhr in der Abflughalle sind, das Auto will geparkt werden (einen Fahrer möchte man um die Zeit ja auch nicht fragen und Taxi ist nicht meins).

Darauf haben wir aber keine Lust, denn das ist ja nicht unbedingt Urlaub. Also neue Idee: Auto am Samstag in Schwelm parken, von dort mit dem Zug nach Düsseldorf, ab in ein Hotel am Flughafen und am Sonntag von dort in die Abflughalle. Im Vergleich zu einem Parkplatz (60€) ist das Hotel nur unwesentlich teuer (100€), wenn man den gesamten Urlaubspreis betrachtet, und auf dem Rückweg werden wir mitgenommen und in Schwelm am Auto abgesetzt. Also eigentlich perfekt und wesentlich stressfreier denken wir.

Los gehts am Bahnhof in Schwelm mit der Regionalbahn. In Solingen steigen wir in die S-Bahn um (S1, kenne ich noch gut aus den Uni-Tagen), die uns zum Flughafen bringt. Noch ein Stückchen Sky Train fahren (Die U-Bahn lässt grüßen) und wir sind am Terminal C. Von hier aus gelangt man direkt zum Maritim in dem wir das Sleep and Fly Angebot genommen.

Da gibt es dann auch einen Kaffee und ein Croissant vor dem richtigen Frühstück am nächsten Morgen. Kann man sich glaube ich schenken und direkt am Flughafen frühstücken.

Am Sonntag morgen um 5 Uhr geht es los zum einchecken. Auch wenn ich jetzt schon öfter geflogen bin, so richtig glücklich werde ich damit wohl niemals werden.

Um 7 Uhr startet unser Airbus A320-214 (Mannschaftsairbus BVB… was habe ich denen getan?)um uns nach 2:50 h auf der Insel abzusetzen. Griechenland ist uns mit der Zeit allerdings eine Stunde voraus. Landung also um 10:50 Uhr.

Auf der Insel

Angekommen, kümmert sich Sandra erst einmal um unseren Mietwagen. Ein Nissen Micra… Da wir recht früh sind und ein Einchecken erst ab 15 Uhr möglich ist, lassen wir uns Zeit und fahren noch nach
Keri Beach. Von hier aus wollen wir in den nächsten Tagen ein paar Ausflüge unternehmen. Schildkröten anschauen, die Nachbarinsel besuchen oder Höhlen besichtigen.

Unterwegs stellen wir fest, dass es auf der ganzen Insel tatsächlich einen Lidl gibt. Der ist dann auch so nah, dass wir uns schnell noch mit Getränken eindecken, bevor wir ins Hotel fahren. Für mich ist so etwas immer ein wenig “zuhause”.

Die Fahrt zum Hotel ist äußert interessant. Teilweise sehr enge Straßen, aber immer viel und vor allem interessantes zu sehen. Es gibt viele angefangene Bauten, die einfach nicht fertig gestellt wurden. Steilhänge an den Bergen und wunderschöne Landschaften, auch wenn es nicht gerade abwechslungsreich ist.

Die Fahrt vom Flughafen dauert ca. 45 Minuten und Gott sei dank haben wir eine Klimaanlage. Wie hat man das früher nur gemacht?

Das Hotel

Als wir auf den Parkplatz fahren, denken wir nur whao… hier sieht es wirklich nach 5 Sternen aus. Super Sache.

Aber leider war es das auch schon fürs erste. Das Einchecken läuft gut wie immer und die Eingangshalle macht einen sehr edlen Eindruck. Wir werden noch auf den DressCode für das Restaurant hingewiesen, bevor wir zum Zimmer gefahren werden. Auch das kennen wir schon, allerdings aus Brasilien.

Wir haben eine schöne Terasse, die natürlich dauerhaft in der Sonne liegt, aber leider keinen Sonnenschirm. Die Rezeption sagt dazu nur: Wir haben leider nicht mehr… ok…

Am Pool das gleiche. Es gibt ein paar Sonnenschirme, aber die sind belegt. Klar, wir sind ja auch erst um 16 Uhr dort angekommen.

Internet gibt es nur in der Lobby und das auch nur sehr langsam. Logisch, man ist ja im Urlaub. Selbiges gilt für den Fernseher, der 5 Meter entfernt vom Bett steht und gefühlt die Größe meines Ipads hat. Also wird mal gelesen am Abend, ist auch ok.

Aber ich gebe zu: Auch in Griechenland habe ich für den Preis andere 5 Sterne erwartet…

Die einzelnen Spinnenweben sind da ebenso zu verkraften, wie die gesamte Substanz. Ist eben Griechenland sage ich mir… aber, im Badezimmer gibt es genau drei LED Leuchten die nicht wirklich Licht bringen. Im Wohnraum genau das gleiche, aber die Nachttischlampe reicht immerhin zum Lesen.

Der Pool ist dann aber wieder etwas positives. Ausreichend groß, ausreichend sauber, man kann hier gut die Zeit verbringen, wenn man keinen Schatten braucht.

Als wir dann aber im Zimmer duschen wollen, erleben wir die nächsten Überraschungen… Die Halterung der Brause bricht ab, dass Wasser läuft schlecht ab, kommt dafür aber im Raum wieder hoch. TOP.

Für die Halterung kommt sehr schnell ein Mitarbeiter und tauscht diese aus. Zum duschen ist die neue allerdings nicht zu gebrauchen, denn die hält die Brause in einer sehr unglücklichen Position. Also Brause in die Hand nehmen.

Zum Wasser sagt man uns: Das müsst ihr langsam ablaufen lassen, dann passiert nix. Langsam heißt allerdings, es kommt mehr aus der Brause nach, als abläuft und wir stehen bis über die Waden im Wasser.

Mag sein, dass wir extrem Pech haben, aber so beginnt der Urlaub alles andere als ideal.

Das Abendessen besteht aus einem ordentlichen Buffet und recht teuren Getränken in der Halbpension. Aber das wussten wir tatsächlich vorher.

Mal sehen, was der nächste Tag so bringt. Hier nur der Fahrplan des Tages:

42,8 km, 1 Std. 5 Min.

Frühstück am zweiten Tag

Der bringt erst einmal ein ordentliches Frühstück. Da kann man nicht meckern, abgesehen von den Gläsern für den O-saft, aber das ist ja überall so. Allerdings sind die Liegen am Pool schon alle mit Handtüchern belegt… Es ist 8 Uhr!!! Alle Sonnenschirme weg.

Nach dem Frühstück hatten wir den Plan, die Bucht mit dem Schiffswrack von oben anzuschauen. Diese war auch einer der Hauptgründe für uns, ausgerechnet nach Zakynthos zu fliegen.

Aber vorher hat sich noch die Reiseleitung von TUI gemeldet. Was soll man sagen? Freundlich aber bestimmt haben sie uns erklärt, dass sie sich mit dem Hotel in Verbindung setzen, von wegen Nachbesserung und so weiter. Ich glaube allerdings, dass denen die Probleme gar nicht richtig bewusst gewesen sind, denn: Die Rezeption sagt am Pool befinden sich Sonnenschirme… Wir haben auch nichts gegenteiliges gesagt. Nur: Es sind nicht genug und wir hätten gerne einen für die Terasse. Finden wir immer noch nicht zu viel verlangt.

Als wir das Hotel zu unserem Ausflug verlassen wollen, holen wir uns an der Rezeption noch neue Handtücher (die gibt es nämlich extra, für den Pool oder den Strand). Man sagt uns, dass TUI sich gemeldet hat und man sich kümmern will. Um Sonnenschirme, um Licht und… Nein, zum Bad haben sie nichts gesagt. Ich glaube auch, dass dieses Problem in allen Zimmern auftreten wird. Die Damen waren nämlich absolut nicht überrascht und der Herr hat uns ja gesagt wie wir zu verfahren hätten…

Kann man nichts machen und weiter meckern wird uns auch nicht weiterbringen. Wir wollen einen tollen Tag erleben und fahren los. Übrigens: Ich die ganze Zeit auf dem Beifahrersitz mit der Navigation in der Hand. Für mich mal was neues und tatsächlich sehr angenehm mal nicht zu fahren.

Das Schiffswrack

Leider klappt das auch nicht so gut, wie wir dachten. Langsam glaube ich, dieser BVB Flieger war ein Zeichen…

Eine Strassensperre stoppt uns. Netterweise sogar mit einem Polizei Bus und einem netten Kollegen, der uns das Problem erläutert. Am letzten Donnerstag ist wohl ein Teil der Felswand abgestürzt. Im Internet gibt es da einiges zu. Auf jeden Fall ist deswegen erst einmal alles gesperrt. Juhu. Sandra hat aber noch etwas Hoffnung, dass es bis Samstag vielleicht doch eine Öffnung gibt. Ich denke: Das wird nix. Ich bezweifle auch, dass das von Fachleuten untersucht wird. Großzügig absperren ist vernutlich deutlich günstiger. Sicherungen kosten auch viel Geld, was hier sicher nicht vorhanden ist.

Allerdings sorgt das alles nicht für gute Laune. Egal, wir starten einen neuen Versuch und fahren wieder runter Richtung Keri Beach um eine Bootstour zu machen. Diese startet um 12 Uhr (Link einfügen).

Die erste Bootstour

Das ist dann auch das erste richtig tolle Erlebnis. Noch im Hafen sehen wir eine Schildkröte. Wie toll die das findet, darüber kann man sich streiten, aber zumindest kann sie hin, wo sie hin möchte.

Im Anschluss geht es zu den Keri Caves. Bilder sage mal wieder mehr als Worte. Es lohnt sich auf jeden Fall hier hin zu kommen. Unterwegs bekommen wir auch 25 Minuten Zeit zum schwimmen und ich bin das erste mal in meinem Leben im Freiwasser. Ja, lacht ruhig.

Dann geht es weiter zur …Insel. Es gibt eine Stunde Aufenthalt am Strand. Der ist wirklich sehr schön. auch wenn es recht voll ist, und wir testen die YI 4k (link) direkt einmal im Wasser.

Danach geht es wieder zur Insel und nach knapp 2h 30min beenden wir die Tour. Das ganze hat uns 15€ pro Person gekostet. Nicht wenig, aber für das gebotene auf jeden Fall in Ordnung.

Direkt am Hafen gehen wir noch etwas essen um danach wieder ins Hotel zu fahren.

Natürlich hat sich die Lage hier nicht verändert. Wenig Licht, kein Sonnenschirm und weiter stehendes Wasser in der Bade-/Duschwanne und die Brause muss ich immer noch halten. Aber alles in allem kommen wir damit heute etwas besser klar. Allerdings: zufrieden ist natürlich anders.

Der Fahrplan des zweiten Tages:

46,7 km, 1 Std. 15 Min. Rückweg: 26,2 km, 40 Min. Gesamt: 115,7 km, 3 Std.

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