Brasilien – Tag 6, Sao Luis

Tag 6, Sao Luis und ab Richtung Nationalpark

Heute geht es weiter nach Sao Luís. Um 5:30 Uhr verlassen wir das Hotel mit dem Taxi und lassen uns zum Flughafen (GIG) bringen. Auch wenn wir die Strecke schon einmal zurückgelegt haben kommt sie uns heute Morgen sehr lang vor.

Im ersten Augenblick erschlägt mich das Getümmel am Flughafen. Es ist schon sehr voll und natürlich ist es wieder nicht so einfach sich zu verständigen. Dazu kommt: Der Flughafen ist auch nicht gerade klein und unübersichtlich wie ich finde. Aber wir bekommen das hin und sind ca. 30 Minuten später hinter den Sicherheitskontrollen.

Rio De Janeiro (GIG)

In Sao Luis werden wir abgeholt, da wir die Wüstentour inklusive Hin- und Rückflug über eine Agentur gebucht haben. Der Fahrer fährt uns direkt ins Hotel und auf dem Weg dorthin können wir schon einiges von der Stadt sehen.

Das ist mal eine andere  Hausnummer als Rio. Für unsere Verhältnisse wirkt es sehr arm und man würde vermutlich das Wort “heruntergekommen” verwenden. Für uns ist das hier, Gott sei dank, nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Barreirinhas und damit zu den Dünen und dem Meer. Vielleicht tun wir der Stadt auch unrecht, aber sie zeigt sich nicht gerade von der besten Seite.

Wir checken ein (Pousada Portas da Amazônia) und suchen uns dann erst einmal etwas zum Essen, da wir ja mit kurz nach Mittag noch früh am Tag haben. Das mit dem Essen funktioniert  auch sehr gut. Direkt neben dem Hotel gibt es einen kleinen Laden mit Buffet wo wir beide glücklich werden. Die Auswahl ist sehr groß und das Fleisch kommt frisch vom Grill. Der Preis passt auch und man versucht wieder mal, uns freundlich zu helfen obwohl wir nur wenig verstehen.

Sao Luis

Danach drehen wir noch eine kleine Runde durch die Straßen am Hotel bis runter zum Meer.. Viele kleine Läden Reihen sich aneinander aber schön finden wir es nicht. Baustil hin oder her, es wirkt alles sehr verkommen und ich finde, dass kann man auch nicht schön reden.

Wir wandern wieder Richtung Hotel und werden uns schnell einig: Zwei Sterne sind nur zwei Sterne, aber ein gewisses Maß an Sauberkeit kann man auch hier erwarten. Was ich bisher vergessen hatte zu erwähnen: Wir haben das Comfort Zimmer…Wir versuchen also Kontakt zur Agentur aufzunehmen und für die Rückreise ein anderes Hotel zu bekommen. Es ist teilweise auch schimmelig. Das einzig gute ist wirklich der Preis, obwohl man da auch drüber streiten kann, bei dem was man so geboten bekommt. Auf den Bildern sieht es leider wesentlich besser aus, als es in Wirklichkeit gewesen ist. Der Safe hat auch nicht funktioniert, was nicht weniger schlimm ist, als der Dreck. Das erste was man hier gesagt bekommt: Schließt eure Dokumente weg und nehmt Kopien mit nach draußen.

Und die Dusche ist wirklich das Beste. Da muss man drin hin und her springen um irgendwie einen Tropfen Wasser abzubekommen. Über den Durchlauferhitzer, der direkt oberhalb der Brause in eine Steckdose eingesteckt ist, reden wir lieber nicht. Die Temperatur verstellen ist auch nicht.

Also bitte nicht falsch verstehen. Wir haben beide absolut kein Problem mit “einfach”. Betrachtet  man aber den Preis dieser Tour, dann ist das Hotel hier einfach nicht gerechtfertigt. Vor allem versteht hier wieder keiner richtig Englisch.

Insgesamt habe ich einen nicht so guten Eindruck von Sao Luis bekommen. Man fühlt sich nicht wohl . Enge Gassen und mindestens zwei geschossige  Baute sowie dieses heruntergekommene hinterlassen einfach keinen guten Eindruck bei uns beiden. Das mag wieder einmal ein Vorurteil sein, aber wir werden später noch sehen, dass es auch anders geht.

Gegessen haben wir Abends in der angeschlossenen Pizzeria. Da hat es durch die ganzen Ventilatoren zwar etwas gezogen, ging aber ansonsten sehr in Ordnung.

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