Brasilien – Tag 1, Rio De Janeiro, Wanderung Pedra do Telégrafo, Strand

Tag 1 – Pedra do Telégrafo

Für den Freitag hatten wir eigentlich nichts geplant. Da wir aber schon sehr früh im Bett gewesen sind aufgrund der lange Reise und außerdem noch unsere Zeit in den Knochen hatten, habe ich Nachts um zwei spontan zu Sandra gesagt: Haben wir genug zum frühstücken mit, dann machen wir die erste Wanderung direkt morgen. Also um sechs das Taxi nehmen und los, bevor es warm und voll wird und vor allem, bevor es Frühstück gibt.

Gesagt getan. Um sechs Uhr lassen wir uns ein Taxi kommen und düsen zur Estrada da Barra de Guaratiba, dem Ausgang der Wanderung zum Pedra do Telégrafo. Hier stehen Mototaxis bereit die einen mit dem Motorrad zum Start der Wanderung bringen. Man kann auch zu Fuß gehen, aber das ist sehr steil und ungemütlich. Eine Fahrt kostet 7 RS, also für unsere Verhältnisse wirklich sehr günstig. Natürlich ist es mir nicht geheuer bei fremden Menschen, ohne Schutzkleidung und Helm, aufs Motorrad zu steigen. Und als ich den Weg dann gesehen habe, den wir fahren war es mir noch weniger geheuer. Da würde ich alleine mit meinem Motorrad nicht hoch fahren wollen.., aber gut, wir wussten ja noch nicht, wie weit wir sonst hätten laufen müssen.

Vom roten Punkt aus geht es mit den Mototaxis los

Einer der beiden, der uns gefahren hat ist wohl auch Fotograph hat er Sandra erzählt. Den treffen wir später noch einmal auf dem Berg.

Die Wanderung als solche ist wirklich kein Problem. Mal abgesehen davon das es immer etwas nach oben geht, ist es eigentlich mehr ein Spaziergang.
Wenn man sich über den Weg geeinigt hat, der nicht ganz so gut zu erkennen ist wie überall steht, kommt man schnell voran. Viele Auswahlmöglichkeiten hat man eh nicht und wir sind nur an einer Stelle unsicher. Guckt man dort genau hin, findet man aber auch den rechten Weg. Wir sind ca. 38 Minuten unterwegs.

Leider habe ich von dem Weg nach oben keinen GPS Track da ich der Uhr keine Zeit gegeben hatte, GPS zu finden 🙁 Also haben wir nur die 38 Minuten, was als Anhaltspunkt aber sicherlich hilfreich ist. Wir waren recht zügig unterwegs, weil wir auch die ersten sein wollten um schöne Bilder machen zu können. Wir hatten vorher gehört wie voll es werden kann und aus Norwegen kannten wir das ja auch schon. Bei einer kurzen Sonnencreme Pause hat uns dann der Fotograph-Fahrer überholt und meinte, es sind nur noch 3 Minuten. Ziemlich aufbauend!!

Pedra do Telégrafo

Da sind wir nun und machen einige coole Fotos und genießen die Aussicht. Der Fahrer, der jetzt Fotograph ist und auch etwas Ausrüstung dabei hat, macht auch ein paar Bilder von uns und zeigt uns welches die guten Perspektiven sind. Dafür möchte er so gar nichts haben. Vielen Dank dafür! Wir waren leider nicht  die ersten Besucher, aber die beiden Jungs die schon oben waren, haben sich den Felsen sehr stressfrei mit uns geteilt.

Die Wanderung

Sieht schon gut aus

Gleich sind wir am Telégrafo

Wir sind da

Pedra do Telégrafo

Pedra do Telégrafo

Ich bin auch mutig

Beim Abstieg

 

 

Da die Sonne schon ziemlich gebrannt hat, haben wir uns auch wieder auf den Rückweg gemacht. Hier kamen uns ein paar Wandere entgegen, die natürlich alle hechelnd gefragt haben: Wie weit es noch ist. Einem Pärchen konnten wir das auf Englisch gut mitteilen, den nächsten so gar nicht… Also Handzeichen und Uhren und dann ging das auch. Für den Weg nach unten haben wir schlappe 33 Minuten benötigt. Ihr seht also: Kein wirkliches Problem, auch für ungeübte Wandere nicht.

Unten angekommen wussten wir nicht so recht weiter. Zu Fuß war uns etwas unsicher, obwohl das wahrscheinlich kein Problem gewesen wäre. Aber der erste Eindruck der Gegend war nicht so gut… leider. Freundlicherweise hatte ein Pärchen bemerkt das wir Probleme haben uns zu verständigen und hilft uns auf Englisch weiter. Die beiden haben uns die Mototaxis gerufen und ein wenig mit uns gequatscht. Sehr freundlich. Unten angekommen ging es dann weiter. Wir dachten wir wären in der Lage uns ein Taxi kommen zu lassen, waren wir aber nicht. Also haben wir den freundlich Mototaxifahrer noch einmal gefragt der dann UBA angerufen hat.

Das UBA Taxi kam auch zügig, machte aber so gar keinen guten Eindruck und wir waren wirklich am überlegen ob wir uns das antun. Wir sind trotzdem mitgefahren und haben eine schöne Küstenstrecke kennengelernt. Unser Mut hat sich also gelohnt. Allerdings war die Fahrt nicht billiger als ein normales Taxi und der Wagen in einem schlechten Zustand. Nach meiner ersten UBA – Fahrt kann ich nicht verstehen wie man das toll finden kann. Ich unterstütze weiter die “richtigen” Taxifahrer, die auch nur leben wollen und aus meiner Sicht gar nicht zu teuer sind.

Abends habe ich mich dann noch einmal schlau gelesen über UBA, weil ich so gar keine Ahnung hatte wie das funktioniert. Das System ist, wenn man dort angemeldet ist, vermutlich sicher und sinnvoll. Das gebe ich zu. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass das gelbe Taxi nicht teurer war, aber klimatisiert und deutlich angenehmer. Das UBA Taxi war schon recht runtergekommen.
Und wie die Fahrer dort bezahlt werden, bzw. was die bekommen habe ich auch noch nicht verstanden. Ich verstehe gut, wenn jemand Geld sparen muss, aber für mich ist das hier an der falschen Stelle gespart. Kann aber jeder sehen wie er will.

Im Hotel angekommen ist es erst 10 Uhr. Also nochmal schnell zum Frühstücksbuffet, das bis 11 Uhr offen ist. Es ist ziemlich gesund und so gar nicht meins, aber man wird satt und Sandra ist sehr zufrieden. Dann gehen wir erst einmal duschen und ich mache einen kleinen Mittagsschlaf.

Da der Tag noch jung ist wollen wir noch zur Christusstatue. Nachdem wir mit der Dame an der Rezeption gesprochen haben, verwerfen wir den Plan aber schnell wieder. Sie schlägt uns für den nächsten Tag eine Bus Tour vor, auf der wir: Die Christusstatue, den Zuckerhut, die Treppen in Lappa, das Stadion, das Sambadrom, die Copacabana und eine Kathedrale besuchen können. Dabei werden wir natürlich auch einige Stadtteile sehen und bekommen noch ein Mittagessen dazu. Preislich ist das sehr attraktiv und daher planen wir das.

Dafür lassen wir uns jetzt zu einem Strandbesuch überreden. Der Shuttelservice bringt uns zu einem See, wo wir mit einem Boot übersetzen und dann geht’s ab zum Strand. Das Wasser ist kalt, aber am Strand ist es schön entspannend. Nach einer Stunde machen wir uns wieder auf den Heimweg.

Der Weg zum Strand

Die Überfahrt

Strand

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