Brasilien, der Anfang unserer Reise

Kaum zu glauben aber wahr: Thorsten und Sandra fliegen nach Brasilien!
Vorweg möchte  ich erst einmal ein paar Dinge erzählen. Ich fliege nicht gerne. Und damit meine ich, überhaupt nicht gerne. Meinen ersten Flug habe ich mit 30 hinter mich gebracht. Mein längster Flug bisher war ca. 2 Stunden. Beides nicht so einfach für mich!
Und jetzt kommt direkt der Hammer mit über 10 Stunden und dann auch noch umsteigen. Und in Brasilien sechs Innlandsflüge. Viele werden jetzt sicher lächeln oder sogar lachen, aber für mich ist das wirklich schwierig! Und alles nur um ein fremdes, weit entferntes Land zu sehen. Von meinen Freunden höre ich nur: Wie schön und toll und so weiter und so fort. Da will jeder mit mit tauschen.

Wir haben auch lange überlegt, ob wir einen NonStop Flug buchen sollen. Allerdings wäre der von Frankfurt gestartet und deutlich teurer gewesen. Ich bin absolut nicht geizig, schon gar nicht wenn es um meine Angst geht, aber auch ich habe eine Grenze und vermutlich ist es ab Düsseldorf sowieso angenehmer. Den Flughafen kenne ich und der Weg dorthin ist schon einmal wesentlich kürzer und damit auch stressfreier. Das heißt weniger Zeit sich verrückt zu machen.

Wir fliegen also von Düsseldorf über Madrid, mit einer Stunde Zeit zum umsteigen, nach Rio de Janeiro. Wenn man sich im Vorfeld etwas schlau macht, liest man leider nicht nur Gutes über Brasilien und deswegen reisen wir auch mit gemischten Gefühlen dorthin. Gemischt = ich schlecht, Sandra gut. Passt doch!!!

Die Anfahrt nach Düsseldorf

Die Anfahrt nach Düsseldorf gestaltet sich für uns recht stressfrei, denn wir haben einen Fahrer der uns zuhause abholt und direkt bis zum Terminal bringt. Um 05:00 Uhr gehts los und im Radio reden sie von einer Bombenentschärfung und gesperrten Straßen und Autobahnen rund um den Flughafen. Fängt ja gut an, aber um die Uhrzeit kommen wir tatsächlich noch ohne Probleme durch. Kurz vor sechs kommen wir in Düsseldorf an. Nach der üblichen Prozedur warten wir auf den Start um 07:55 Uhr Richtung Madrid. Natürlich klappt auch hier nicht alles wie es soll. Ein kleiner Streik der Fluglotsen verschiebt unsere Startzeit um eine knappe dreiviertel Stunde nach hinten.

Start in Düsseldorf

Der Flug und die Ankunft

Der Flieger macht aber ziemlich Tempo und wir landen um 10:45 Uhr fast planmäßig in Madrid. Vielleicht sollte sich die deutsche Bahn hier mal ein Beispiel nehmen. Hier müssen wir uns dann ziemlich beeilen. Wir hatten gedacht wir bleiben im selben Terminal. Falsch gedacht. Wir müssen tatsächlich noch mit einer Bahn das Terminal wechseln und kommen gerade pünktlich zum einchecken an.

Das einchecken klappt auch Problemlos und Thorsten ist das erste mal in einer Maschine, die mehr als 200 Leute mitnehmen kann und mehr als sechs Sitze nebeneinander bietet. Wir haben relativ weit vorne recht gute Plätze. Allerdings sitzen vor uns zwei Spanier, die so gar keine Rücksicht auf ihre Mitmenschen nehmen. Rücklehne unangemeldet nach hinten (soweit es nur irgendwie ging) und dann alle 20 Minuten aufstehen und wieder in den Sitz werfen. Die haben wohl gedacht sie sind in der Buisness Class und haben niemanden hinter sich. Wirklich frech. Aber da wir ja noch zehn weitere Stunden mit diesen Menschen überleben müssen, haben wir uns ruhig verhalten.
Während des Fluges haben wir noch ein Formular bekommen, auf dem wir unsere Daten und Reisepass ID aufschreiben mussten. Das wird später für die Einreise gebraucht.

Wie haben Madrid verlassen

Ich fliege selber

Land in Sicht

Zwischendurch gibt ein paar Turbulenzen und der Pilot weicht ein paar Meter aus. Ist gar nicht so schlimm alles wie ich immer dachte.

Brasilien

Gegen 18 Uhr Ortszeit kommen wir in Rio an und das erste was uns entgegen kommt, ist warme Luft. Knappe 36° und für unsere Verhältnisse sehr viel Luftfeuchtigkeit. Wir beeilen uns durch die Zollkontrolle zu kommen, wo unsere Daten aufgenommen werden. Währenddessen haben sich Flugmenschen sehr beeilt und die Koffer rollen schon auf dem Band in die zweite Runde. Finde ich ziemlich flott.

Als erstes haben wir uns einen Geldautomaten gesucht um direkt im Anschluss ein Taxi zu ordern. Wir hatten eigentlich mal über einen Mietwagen nachgedacht, dass dann aber wieder verworfen. Und auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel haben wir auch gemerkt: Richtige Entscheidung. Wenn man durch das Land reisen will, oder an der Küste lang, ist es sicher eine gute Idee, sich einen Wagen zu leihen. In der Stadt selber ist es eine Katastrophe wenn man es nicht gewohnt ist. Hektisch, voll und wir sind durch unsere erste Favela gefahren.

Da hätte ich alleine nicht sein wollen. Im Taxi fühlt man sich doch etwas wohler. Schließlich kennen die Einheimischen sich aus. Zumindest hoffen wir das. Nach einer knappen Stunde Fahrt und ca. 125 RS (ca. 37€) kommen wir im Hotel an. Best Western American Premie. Der Taxifahrer lässt uns nicht nur einfach an der Straße raus, sondern fährt uns wirklich zum Eingang, der etwas versteckt und vor allem sicher liegt. Sehr nett.

Brasilien

Aussicht aus dem Hotel

Die andere Seite

Dort werden wir von einem netten Portier empfangen der unsere Koffer direkt auf einen Wagen packt. Kannte ich bisher nur aus Filmen. Am Empfang lernen wir Rachel kennen, die zu unserer Freude nicht nur sehr gut englisch kann, sondern auch Spaß an Ihrem Job hat. Sie erklärt uns viel, zeigt uns wo wir hin müssen und was wir beachten sollten. Eine Karte gibt es auch noch und den Hinweis, dass es einen Shuttelservice zum Strand gibt. Der ist nämlich ein paar Meter weit weg. Eigentlich sogar etwas mehr. Wir beziehen unser Zimmer uns sehen zu das wir ins Bett kommen. Der Tag war schon recht anstrengend.

Erster Tag in Rio und Pedro do Telegrafo

Zweiter Tag in Rio mit Christo Redender und dem Zuckerhut

Dritter Tag in Rio und der Petra da Gavea

Vierter und fünfter Tag in Rio. Ausruhe und Prainha

Sechster Tag in Sao Luis

Siebter Tag im Parque National dos Lencois Maranheses

Achter Tag in Barreirinhas, Maranhao und die Fluss Tour

Neunter bis zwölfter Tag bei den Iguazu Falls

Dreizehnter bis sechzehnter Tag und die Heimreise

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.