Unser Tripp nach Norwegen (4- Alesund – Eidfjord)

Alesund - Eidfjord

Alesund

Nach dem schönen Aufenthalt in Geiranger, zieht es uns an den nördlichsten Punkt unserer Reise: Alesund. Eigentlich hatten wir geplant noch höher zu reisen, aber aufgrund der wenigen Zeit die uns zur Verfügung stand (irgendwann ist auch der schönste Urlaub zu Ende und die Arbeit hat einen wieder im Griff), haben wir uns entschieden, dass während einer weiteren Norwegenreise zu machen. Außerdem haben wir ja noch eine Wanderung offen (Trolltunga) und die kjeragbolten Wanderung müssen wir ja auch einmal ohne Nebel wiederholen. In sofern: Alles kein Problem.

Alesund besuchen wir etwas länger. Leider habe ich mir irgendwo vorher eine ordentliche Erkältung eingefangen, die erst einmal auskuriert werden will. Gott sein Dank ist Sandra im englischen so fit, dass wir in der Apotheke nur wenig Probleme haben, etwas passendes für mich zu finden. Alleine hätte ich da wesentlich mehr Probleme gehabt, obwohl ich eigentlich auch recht sicher bin. Aber das Vokabular hätte ich dann doch nicht gehabt. Aber kommen wir erst einmal zur Fahrt.

Die ist vor allem wieder mal eins: Lang. Ich weiß, ihr könnt es nicht mehr hören, aber leider ist es so und das immer wieder. Irgendwann fangen wir dann an “Die Tribute von Panem” als Hörbuch zu hören und von da an war es vorbei mit dem quatschen 🙂 Erst hieß es immer, ach ne… lass mal… aber dann…

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Tiere…

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Was ist denn da los?

Auf einmal ist das Interesse so groß, dass die Pausen immer kürzer werden nur um weiter zu hören und im weiteren Verlauf des Urlaubs haben wir dann auch die Filme geguckt.
Hin und wieder wird die Fahrt von diversen Tieren verzögert. Mal Schafe, mal Kühe, die aber immer eins gemeinsam haben: Zeit. Unendlich viel Zeit.
Dann haben wir zum ersten mal gesehen, wie jemand sein Dach mäht. Ich kenne genug Nachbarn, die nicht einmal im Garten den Rasen mähen und dann sieht man hier so etwas.

Alesund

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Aida in Alesund

In Alesund haben wir uns das Scandic Parken als Übernachtungsstätte ausgesucht. Zu dem Hotel braucht man eigentlich nicht viel sagen. Hier haben wir auch den Fitnessraum mal ausprobiert, denn so viele Tage ganz ohne sportliche Bewegung geht gar nicht. Frühstück geht wie immer in Ordnung und ist mehr als reichlich.

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418 Stufen

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Schöne Aussicht!

Leider habe ich hier auch einen Strafzettel bekommen, für falsch parken. Extrem blöde Geschichte. Da essen gehen ja recht teuer ist in Norwegen wollten wir eigentlich “nur” zu einem Supermarkt um uns da etwas zu holen. Die Beschilderung ist für mich eindeutig und dort haben noch mehr Autos gehalten. Eindeutig war es aber wohl nicht. Wir sind ungelogen nur fünf Minuten in diesem Laden.
Und dann habe ich aus erster Hand gelernt: Nicht nur das essen gehen ist teuer in dem Land. Knappe 140€ hat mich der Parkplatz gekostet. Dafür hätten wir locker zwei einhalb mal essen gehen können. Ärgerlich, aber eine Lehre :).

Direkt hinter unserem Hotel gibt es einen kleinen Stadtpark und einen Berg mit Aussichtspunkt: Fjellstua Aksla AS. Trotz kleiner Erkältung und Grippe meinerseits machen wir uns auf den Weg die 418 Stufen nach oben zu maschieren und die Aussicht zu genießen.

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Aussicht vom Sukkertoppen

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Liegestütz für Christian!

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Heißt wie?

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Sicht vom Sukkertoppen

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Wunderschön!

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Pause und Bucheintrag

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Das letzte mal gucken

Von dort haben wir einen wunderbaren Blick auf die Stadt, die Aida und die Hurtigruten. Mit uns sind ein paar Wanderer von der Aida auf dem Berg, die uns noch ein paar Tipps geben, was sie alles nicht sehen können. Da machen wir uns natürlich auch direkt schlau und planen am übernächsten Tag eine Wanderung zum Sukkertoppen.
Wenigstens noch eine Wanderung, wenn die geplanten schon nicht so laufen wie wir es uns wünschten.

Sukkertoppen

Die Wanderung ist auch anstrengend und es gibt ein paar Kletterpassagen, aber insgesamt ist sie sehr gut schaffbar denke ich. Es fällt mir schwer eine genaue Einschätzung abzugeben, da ich die Krankheit auf jeden Fall noch in den Knochen habe. Da für Sandra eh alle Wanderungen leichter sind sind als für mich, nehmen wir das mal nicht als Wertungsurteil 🙂 Aber ich kann es nur empfehlen. Die Aussicht entschädigt und ist auch etwas anderes als mal wieder “nur” ein Fjord. Oben auf dem Berg gibt es ein Buch um sich einzutragen und genau das haben wir getan. Mal sehen ob es beim nächsten mal noch da ist.

 

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Weg zum Sukkertoppen

Für meinen Trainingspartner Christian, der leider zuhause sein musste, mache ich dann natürlich auch noch ein paar Liegestütz an diesem schönen Ort. Klapp Klapp! Nächste mal fahren wir in den Ferien und werden zusammen eine Trainingseinheit während einer Wanderung bestreiten :)!
In Alesund haben wir dann noch eine typische Touri-Reise mit dem Bus unternommen. Dieser fährt uns dann auch noch einmal auf den ersten Berg (statt 418 Stufen). Die Aussicht und der Weg dorthin, sind schon etwas anderes. Zwischendurch ist es sehr eng und ich denke, gleich fällt der irgendwo runter. Aber wir haben Glück. Alesund ist auf jeden Fall eine Stadt, die ich empfehlen kann und einen Besuch wert ist.

Eidfjord

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Eidfjord

Als nächstes Ziel unserer Tour steht das kleine Städtchen Eidfjord auf unserer Liste.

Thorsten beim Sport

Thorsten beim Sport

Dies wird nur eine Durchgangsstation mit einem Tag Pause sein, da die Fahrt dorthin auch für unsere Verhältnisse recht lang ist.
Als Hotel haben wir uns das Fjell & Fjord Hotel ausgesucht. Leckeres Frühstück, Abendessen von einer kleinen Karte. Wieder einmal nichts zu meckern. Und das Beste: Parken ist hier umsonst. Außerdem können wir einen Waschraum nutzen und müssen durch einen Zufall auch da nichts bezahlen. Also hat sich der Aufenthalt schon gelohnt. Viel gibt es hier auch sonst gar nicht zu sehen. Erholung eben. Eigentlich gehen wir nur spazieren und einmal sportlich laufen um die ganzen Autostrecken aus den Beinen zu bekommen.

Weit runter

Weit runter

Zwei Sachen gibt es dann aber doch, die wir uns auch anschauen. Zum ersten einen Aussichtspunkt, den man aber fast mit dem Auto erreichen kann und zum Zweiten die Sima Power Station. Ein Riesen Pump-Speicherkraftwerk, dass sogar Sandra beeindruckt.

Wie schon gesagt kann man den Aussichtspunkt bequem mit dem Auto erreichen. Aber hier gibt es nur eine ganz enge Straße und mal wieder einen lustig schmalen Tunnel. Daher ist die Straße auch eine “Zeitlich begrenzte Einbahnstraße”. Für eine bestimmte Zeit wird also jede Richtung eine Weile geöffnet, damit ein paar Autos nach oben bzw. nach unten fahren können. Wir sind direkt das zweite Auto, dass an diesem Morgen den Weg fahren durfte. Oben gibt einen Parkplatz von dem über einen kleinen Weg zu,m Aussichtspunkt kommt. Allerdings ist das jetzt kein Platz, an dem man sich ewig aufhalten muss. Mit Vorbereitungen für ein Picknick sind sicherlich ein paar schöne Stunden drin. Also fahren wir relativ zügig wieder nach unten.

Sima PowerStation

Später fahren wir dann zur Powerstation. Im Internet findet man recht viele Daten, die muss ich jetzt nicht unbedingt aufzählen. Das ganze ist in einem Berg, den man durch einen ca. 700m langen Tunnel erreicht. Die Fahrzeuge der Mitarbeiter und des Werkes stehen immer Richtung Ausgang, sind offen und der Schlüssel steck im Zündschloss, damit eine Evakuierung in kürzester Zeit möglich ist. Da dort gerade eine Reparatur statt findet können wir die großen Wasserräder direkt bestaunen. Aus einem Guss und für unsere Verhältnisse enorm groß.

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Ziemlich groß

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Alles für die Sicherheit

 

 

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