Unser Tripp nach Norwegen (3-Bergen-Geiranger)

Bergen-Geiranger

Bergen-Geiranger

Lysebotn – Bergen

Jetzt geht es erstmal wieder auf eine längere Autoreise. Da man in Norwegen nur mit maximal 100 km/h fahren darf, sind eigentlich fast alle Reisen relativ lang, aber jetzt haben wir auch streckentechnisch wirklich einiges vor uns.. Aber was tut man nicht alles, um etwas von der großen weiten Welt zu sehen. Wie man auf der Karte sieht, ist ein direkter Weg leider nicht immer möglich und man muss ordentlich Umwege fahren.

Der Tunnel

Der Tunnel

Unser nächstes Ziel ist Bergen. Das Wetter lässt uns bei der Fahrt leider wieder etwas im Stich. Für die nächsten Tage aber sagte der Wetterbericht etwas anderes voraus. Warten wir mal ab.

Aufgrund der langen Fahrt fahren wir schon sehr früh in Lysebotn los. Früh heißt um 6 Uhr und damit deutlich vor dem Frühstück. Das holen wir auf dem Weg im Auto nach. Die Abfahrt fängt genauso an, wie die Anfahrt aufgehört hat. Mit dem engen kurvigen Tunnel und der Serpentinenstraße. Mehr offizielle Wege gibt es nämlich nicht raus aus dem Tal. Auf dem Weg nach Bergen sehen wir viele Kühe, Schafe und natürlich können wir eine tolle Landschaft bewundern. Dazu kommt dann in den höheren Gebieten der erste Schnee außerhalb der Wanderung und Temperaturen nahe dem Nullpunkt. Es lebe der Sommerurlaub und vor allem die Winterreifen, die natürlich zuhause in der Garage stehen und nicht auf dem Auto sind! Juhu.

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Der erste Schnee

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Einsam im Schnee

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Schafe

 

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Bescheidenes Wetter

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Trotzdem schön

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Nichts außer Natur

Nach knapp acht Stunden Fahrt und einer Fährübersetzung in Jondal sind wir dann endlich da. Das Übersetzen in Norwegen ist eine recht angenehme Sache finde ich. Wie so viele Dinge in diesem Urlaub, habe ich auch das zum ersten mal gemacht. Sieht man von Fahrten an die Nordsee ab, aber das waren eher Übersprünge als Überfahrten.

Zuhause ist nicht so weit weg

Zuhause ist nicht so weit

Man stellt sich in eine der Reihen die vor jeder Überfahrt zu finden sind und dann wartet man einfach. Gibt es mehrere Fährverbindung, sollte man sich vorher schlau machen, welche Reihe wohin führt. Es kann nämlich sein, dass nicht alle zum gleichen Ziel führen. Wir tun dies jeweils vor Ort auf den Tafeln.

Wenn die Fähre dann kommt, oder auch schon da ist, kommt ein netter Mensch vorbei, bei dem man ein Ticket bekommt. Wir können entweder Bar oder per Karte bezahlen. Ich glaube es gibt kaum noch eine Verbindung, wo ausschließlich Bargeld akzeptiert wird. Dann fährt man auf die Fähre, wo man von einem Ordner eingewiesen wird.
Auf der Fähre kann man entweder im Auto sitzen bleiben, oder sich an Board umsehen. Oft gibt es auf den Fähren auch einen kleinen Kiosk, an dem man sich etwas zu trinken oder zu essen/snaken besorgen kann. Sitzgelegenheiten gibt es auch immer.
Es ist auf jeden Fall Ratsam, sich vorab im Internet über die Fährverbindungen schlau zu machen, wenn man nämlich dort steht und keine Fähre mehr fährt, hat man ein Problem. Auf jeden Fall kann man die Wege so ziemlich verkürzen.

Auf dem weiteren Weg haben wir dann auch noch den Weg in Richtung Heimat gefunden… Hagen 🙂

Bergen

Als Hotel haben wir in Bergen das Scandic Ornen gewählt. Wie bisher üblich, ist die Parkplatzsituation nicht so schön, aber immerhin gibt es welche. Direkt gegenüber, man muss “nur” die Hauptstraße überqueren, befindet sich der Bahnhof mit einem großen Parkhaus. Hier kann man das Auto gut stehen lassen. Da das Hotel ziemlich Zentral liegt, für alles was wir so vor haben, haben wir das Auto auch nicht weiter bewegt. Das Hotel als solches können wir empfehlen und das Frühstück ist auch hier mehr als gut und üppig.

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Hafen Bergen

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Kleiner Park

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Park

 

Unser erster Weg führt uns dann Richtung Hafen. Hier gibt es einige kleine Stände und eine Touristeninfo. Da decken wir uns erst einmal mit Infomaterial ein. Auf dem Weg zum Hotel haben wir uns dann noch ein wenig umgeschaut.
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In Bergen gibt es eine Stadtseilbahn, die wir uns für den nächsten Tag vornehmen. Diese fährt auf den nahen Berg und von dort hat man eine wunderbare Aussicht. Am ersten Abend habe ich mir noch eine Kleinigkeit von BurgerKing geholt. Im Urlaub darf man ja auch mal sündigen.

Am nächsten Tag geht es dann zur Seilbahn. Allerdings handelt es sich nicht um eine hängende Seilbahn, sondern um einen gezogenen Wagen. Jeweils ein Wagen hoch und einer runter, die sich in der Mitte treffen um aneinander vorbeizufahren. Wenn das Wetter gut ist, ist die Aussicht vermutlich noch deutlich schöner, als bei uns. Im Internet gibt es ja genug Bilder hierzu.
Abends lernen wir dann Egon kennen. Egon ist eine Restaurantkette, die definitiv eins nicht ist: Billig. Aber das Essen ist sehr lecker und vor allem auch genug um Satt zu werden. Und zu Billig: Wen wundert es, wenn man die Preise bisher im Kopf hat.

Am nächsten Tag geht es dann weiter nach Geiranger. Und hier wird nicht nur die Fahrt interessant!!

Bergen – Geiranger

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Die Reiseroute

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Aussicht

Ich glaube Geiranger ist eine der interessantesten Fahrten und das Hotel von dem ich später noch berichten werde, dass idyllischste auf unserer Reise. Wir haben ja schon etwas Schnee gesehen und auch damit gerechnet, dass noch etwas kommen würde. Aber “etwas” ist dann doch leicht untertrieben. Aber fangen wir mit der Reise, die wieder einmal eine Fähre beinhaltet, und ein paar Bildern an.

Zwar sagt die Navigation ungefähr 50km weniger als bei der letzten Reise voraus, aber sechs Stunden reine Fahrtzeit können wir trotzdem einplanen. Wettertechnisch haben wir von heftigem Regen, bis zu strahlendem Sonnenschein alles dabei. Am Ende dann natürlich wieder Schnee, Eis und niedrige Temperaturen.

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Tiere trifft man öfter

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Viele Wolken

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Kurze Pause

 

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Ab zur Fähre

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Trotzdem schön

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Verpasst

 

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Unsere Unterkunft

Die Hütte

Die Hütte

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Gleich sind wir da

Geiranger

Am Nachmittag erreichen wir dann unsere Unterkunft.

Sehr ungewohnt: Kein Handy Empfang. Also kein Telefon und kein Internet. Tatsächlich ist das mal eine sehr angenehme Sache, wenn man sich dann mal dran gewöhnt hat.

Wir haben die Djupvasshytta oben auf dem Berg als Unterkunft gewählt, sind also nicht direkt in Geiranger. Unten in Geiranger gibt es zwar auch welche, aber die sind deutlich teurer und vor allem auch noch voller.
Wir sollten es auch nicht bereuen. Das ganze ist wie schon gesagt, sehr idyllisch und die Zimmer sind wirklich sehr hübsch eingerichtet. Das Bad machte einen recht neuen Eindruck und ist lediglich etwas klein. Aber die Fußbodenheizung ist schon sehr angenehm muss ich sagen.

Das Frühstück am nächsten Tag ist nicht so ausladend wie wir das bisher erlebt haben. Kein Buffet sondern es gibt ein zurechtgemachtes Tablett an den Tisch. Hier hat man aber auch eine gute Auswahl. Wir verhungern nicht und es ist sehr persönlich.

Unterkunft – Geiranger

Eis

Eis

Ab ins Tal

Nachdem wir das Zimmer bezogen haben wollen wir direkt nach Geiranger runterfahren. Wie man auf der Karte und dem Bild erkennen kann, ist das noch ein ganz schönes Stückchen mit vielen vielen Kurven. In Kurz: 16,3 km und damit knapp 30 Minuten, wenn man einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil vor sich hat, dauert es zumindest nach oben noch deutlich länger. Da man aber ständig konzentriert sein muss, kommt einem die Strecke deutlich kürzer vor. Auf dem Weg nach unten

Die Abfahrt ins Tal!

Die Abfahrt ins Tal!

kommt man am Aussichtspunkt Flydalsjuvet vorbei. Von hier aus hat man

einen tollen Blick ins Tal. Da es dort recht voll ist, halten wir nur kurz um die Lage zu checken. Bei drei Reisebussen, fünfzehn Wohnmobilen, plus noch einige PKWs und Motorrädern, macht es einfach keinen Spaß Bilder zu knipsen. Apropos Motorräder: Ich bin überrascht, wieviele man davon sieht. Egal welches Wetter und welche Temperaturen. Die können einem schon leid tun zwischendurch.

Fotos haben wir uns also, einigermaßen gezwungen,  für den nächsten Tag vorgenommen. Ebenso wie eine Bootstour durch den Fjord. Von denen es mehrere zur Auswahl gibt. Einen Rundflug mit dem Hubschrauber kann man auch buchen. Vorher gibt es noch ordentlich FastFood in Form von Fritten, Currywurst und einem Eis. Nicht gesund, aber sehr lecker.

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Der Geiranger Fjord

Die Fahrt durch den Fjord war ist wirklich schön und wir sehen einiges und  machen viel zu viele Bilder. Eine kleine Auswahl bekommt ihr hier zu sehen. Und das ist wirklich nur eine kleine! Auch hier kann ich auf google verweisen, oder meldet euch einfach, wenn ihr mehr sehen wollt.

Leider ist das Wetter auch hier nicht ganz so gut, aber zumindest bleibt es trocken. Ein Rat noch: Neben dem Ableger für die Bootstour gibt es eine öffentliche Toilette. Diese ist für mein Empfinden zwar relativ sauber, aber recht stark Frequentiert. Man sollte also am besten etwas Zeit mitbringen. Mal eben “auf Klo” war da nicht, was bei zwei Toiletten in einem “Ballungsgebiet” auch nicht unbedingt ein Wunder ist.

Außerdem gibt es mehrere kleine und etwas größere Läden. Da lohnt sich das reinschauen auf jeden Fall. Ganz billig ist das natürlich nicht, aber was ist in Norwegen schon billig. Neben unserer “normalen” und langweiligen Tour durch den Fjord, gibt es auch andere Angebote, die sich bestimmt lohnen, wenn man etwas mehr Zeit mitbringt oder diese schon geplant hat.

Sollte es uns noch einmal dorthin verschlagen, werden wir auch etwas länger dort bleiben, da man dort sicherlich auch hervorragend wandern kann. Unser Quartier eignet sich da auch wirklich gut als zentrale Position.

Der Felsen

Zum Abschluss dann noch ein paar Bilder auf den Fjord. Der etwas weiter rausstehende Stein ist eigentlich abgesperrt. Man muss hier über einen Zaun klettern und einen kleinen Weg runter gehen. Gefährlich ist das aber nicht, sonst hätte ich das gar nicht gemacht. Ich bin schließlich der größte Angsthase weit und breit. Aber sieht immerhin ganz gut aus würde ich sagen. Die Bilder haben wir am früher Morgen vor dem Frühstück gemacht, damit wir nicht wieder von unendlich vielen Touristen gestört werden.

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Hinter unserem Hotel gibt es noch einen Berg mit einem Aussichtspunkt. Bevor wir uns am nächsten Tag auf die nächste Reise aufmachen, fahren wir noch auf den “Dalsnibba Mountain Plateau”. Leider habe ich hier gerade ein Bilder Problem. Aber es lohnt sich. Es ist mit der höchste Punkt und man kann in alle Richtungen sehr weit gucken. Und hier haben wir sogar einmal Glück mit dem Wetter!

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